Illustration: Elektrische Straßenwalze und Asphaltfertiger auf einer Autobahnbaustelle, versorgt über einen Batteriespeicher und Ladesäulen aus Netz, Wind und Solar

Forschungsprojekt · D-A-CH 2024

Elektrifizierung von Großbaustellen im Straßenbau

VoltaVia untersucht, wie große Straßenbaustellen mit elektrisch angetriebenen Baumaschinen und passenden Energieversorgungskonzepten umgesetzt werden können – technisch, organisatorisch und in der Vergabepraxis.

Projekt abgeschlossen – Ergebnisse werden nach Freigabe veröffentlicht
08/2024 – 07/2026Projektlaufzeit
D-A-CHFokusregion Deutschland, Österreich, Schweiz
FFGAuftraggeber im Rahmen der Verkehrsinfrastrukturforschung 2024

Projektbeschreibung

Dekarbonisierung beginnt auf der Baustelle

Angesichts der Klimaziele steht die Baubranche vor der Herausforderung, ihre Prozesse zu dekarbonisieren. Das Projekt VoltaVia untersucht, wie die Elektrifizierung von Fahrzeugen und Maschinen sowie die damit notwendige Energieversorgung auf Großbaustellen im Straßenbau umgesetzt werden kann, um die Dekarbonisierung der Baubranche voranzutreiben.

Betrachtet wird der gesamte Straßenbauprozess – von Transportfahrzeugen über Kernarbeitsmaschinen wie Asphaltfertiger und Walzen bis zu Hilfsgeräten – sowie die Frage, wie öffentliche Auftraggeber die Elektrifizierung schon in der Ausschreibung anstoßen können.

Projektziele

Drei Leitfragen

  1. Wie könnte eine auf erneuerbaren Energieträgern basierende Elektrifizierung von Großbaustellen im Straßenbau organisiert werden?

  2. Welche Entscheidungen sind bei der Vorbereitung von Ausschreibungen für Großprojekte in diesem Zusammenhang zu treffen?

  3. Welche Auswirkungen hätte dies?

Ansatz

Von der Energiequelle bis zur Maschine

VoltaVia betrachtet nicht einzelne Maschinen, sondern die gesamte Versorgungskette auf der Baustelle – von der Energiequelle über Erzeugung und Speicherung bis zum Laden – und wie sie sich in Bauablauf und Vergabe einfügt.

Illustration: Wasserstofftank, Stromgenerator, zwei Batteriespeicher-Container, Ladesäule und elektrischer Bagger auf einer Straßenbaustelle
1Energiequellez. B. Wasserstofftank – oder Netzanschluss, Wind, Photovoltaik
2StromerzeugungErzeugung von elektrischem Strom, hier aus Wasserstoff
3SpeicherungBatteriespeicher-Container speichert den erzeugten Strom
4PufferungZusätzlicher Speicher fängt Leistungsspitzen ab
5LadenLadesäule versorgt die elektrischen Baumaschinen
Beispielhafte Versorgungskette einer elektrifizierten Baustelle – im Projekt werden verschiedene Energiequellen und Konfigurationen betrachtet.

Für wen

Was VoltaVia für die Praxis liefert

Die Ergebnisse richten sich an drei Gruppen, die die Elektrifizierung gemeinsam in die Praxis bringen müssen.

Öffentliche Auftraggeber

Wie sich emissionsärmere Bauweisen technologieoffen bewerten und schon heute in Ausschreibung und Vergabe verankern lassen – mit Anforderungen, die mit dem Markt mitwachsen.

  • Bewertungsansatz für die Vergabe
  • Entscheidungen in der Ausschreibungsvorbereitung
  • Auswirkungen auf Kosten und Bauzeit

Bauunternehmen

Welche Maschinen sich heute elektrifiziert einsetzen lassen, wo die Grenzen liegen und wie Laden und Energieversorgung in Bauablauf, Logistik und Tagesleistung passen.

  • Maschinenkonzepte je Bauprozess
  • Versorgungskonzepte für die Baustelle
  • Praxishemmnisse und Lösungsansätze

Baumaschinenhersteller

Wo der Markt bereits liefert, bei welchen spezialisierten und leistungsintensiven Maschinen der größte Entwicklungsbedarf besteht – und welche Nachfrage aus der Vergabe entstehen kann.

  • Marktverfügbarkeit über alle Maschinenklassen
  • Anforderungen aus Bauprozess und Versorgung
  • Perspektive für planbare Nachfrage

Projektpartner & Förderung

Forschung und Praxis gemeinsam

Europakarte mit hervorgehobenem Deutschland, Österreich und der Schweiz
Fokusregion D-A-CH – Deutschland, Österreich, Schweiz

D-A-CH Kooperation Verkehrsinfrastrukturforschung 2024

Ein Projekt, finanziert im Rahmen der D-A-CH Kooperation Verkehrsinfrastrukturforschung 2024 durch das Bundesministerium für Verkehr (BMV, Deutschland), das Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI, Österreich) und das Bundesamt für Strassen (ASTRA, Schweiz). Programmmanagement: Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft mbH (FFG).

Bundesministerium für Verkehr Bundesministerium Verkehr, Innovation und Technologie (Österreich) Schweizerische Eidgenossenschaft – Bundesamt für Strassen ASTRA FFG – Forschung wirkt.

Zeitplan

Wo das Projekt steht

  1. August 2024Projektstart im Rahmen der D-A-CH Kooperation
  2. 2025Maschinen- und Versorgungskonzepte, Bewertungsansatz für die Vergabe
  3. Juli 2026Projektabschluss und Abgabe des Abschlussberichts